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4. Jan. 6:00

Illegale Lohnschere: Warum Österreich nicht Island ist

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In Island gibt es gleichen Lohn für gleiche Arbeit. Laut Experten sinnvoll, in Österreich aber noch nicht denkbar. Island ist das weltweit erste Land, das den Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen per Gesetz abschaffen will. Wie diverse Medien berichten, wurde dieses am Montag eingeführt. Unternehmen mit mehr als 25 Angestellten müssen in Zukunft belegen, dass Frauen und Männer in der gleichen Position das Gleiche verdienen. Jene die das nicht tun, müssen mit Strafen rechnen. Mit dieser Maßnahme will das Land die Einkommensschere bis 2022 schließen. Dabei ist diese in Island ohnehin vergleichsweise niedrig. Laut dem isländischen Zentrum für Geschlechtergleichstellung verdienen Frauen zwischen sieben und 18 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Eine im vergangenen März veröffentlichte Studie der Statistik Austria hat gezeigt, dass Frauen in der Privatwirtschaft in Österreich pro Stunde um 21,7 Prozent weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen. Die Ökonomin Alyssa Schneebaum, die am Institut für Makroökonomie der Wiener Wirtschaftsuniversität (WU) forscht, hält Gesetze für Lohngleichheit, wie jenes in Island, für durchaus sinnvoll. "Es ist ein Zeichen dafür, dass Gleichheit ein wichtiger Wert in einer Gesellschaft ist, nach dem es für alle zu streben gilt." Sie gibt aber zu bedenken, dass ein solches Gesetz nicht alle Probleme in puncto Geschlechtergerechtigkeit auflösen kann. Eine große Rolle in diesem Zusammenhang würden implizite Erwartungen an Männer und Frauen spielen. In der österreichischen Gesellschaft würden diese laut Schneebaum oftmals noch so aussehen, dass Frauen länger in Karenz gehen und ihnen Arbeit weniger wichtig sein soll, während der Mann seinem Beruf nachgeht.
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